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Die QuickMill Rubino im Test

QuickMill Rubino Drehventil Je größer desto besser? Diese ohnehin zweifelhafte Devise widerlegt unser heutiges Testgerät spielend: Handlich und kompakt wie sie ist, überzeugt die Quick Mill Rubino nicht nur durch ästhetische Reize und gute Verarbeitung. Auch beim Aufheizungsprozess und der Temperaturstabilität bietet diese Siebträgermaschine clevere Lösungen – und lässt uns nicht allzu lange auf unseren italienischen Espresso warten. 

Flotter Zweikreiser

Schickes Design ohne Schnickschnack, einfach in der Handhabung, edel in der Verarbeitung: Mit diesen Eigenschaften wirbt das Mailänder Traditionsunternehmen Quick Mill für seine Produkte. In Sachen Design lässt sich bei der Quick Mill Rubino der Wahrheitsgehalt der Eigenreklame bereits nach kurzem Hinschauen bestätigen. Mit Maßen von 26,5 cm Breite, 45 cm Tiefe und 35,5 cm Höhe (inklusive Reling) verfügt die 20-Kilo-Maschine über eine grazile Figur, sie würde sprichwörtlich in jede Ecke passen. Wir möchten dennoch einen exponierteren Aufstellungsort empfehlen, um den Schauwert des hochglanzpolierten Edelstahlgehäuses besser zur Geltung zu bringen. In der Tat nicht nur bei Festbeleuchtung ein echter Hingucker. Was neben dem schmucken Erscheinungsbild ebenfalls sofort ins Auge fällt, sind die unkomplizierten Bedienungsmöglichkeiten, die die Quick Mill Rubino bei einem Preis um 1.379 Euro auch für Einsteiger interessant macht: Ohne verwirrende Elemente zu featuren, ist hier alles – von den Drehreglern für Heißwasser und Dampfzubereitung bis zum Manometer – schon rein designmäßig am rechten Platz. Was die Optik angeht, gibt es eine kleine Abweichung zwischen dem Standardmodell und der Sonderanfertigung Rubino RV (ab ca. 1.629 Euro erhältlich), die wir für unseren Test zu Rate gezogen haben: Die kleinen Glühbirnen, die beim Grundtyp in unterschiedlichen Farben Wasserstand und -temperatur anzeigen, sind hier durch LED-Leuchten ersetzt. Die gibt es übrigens auch bei der baugleichen Sonderanfertigung Rubino RL, die sich von der RV nur darin unterscheidet, dass sie mit Kipp- statt Drehventilen ausgestattet ist.

Plastik Fehlanzeige

Plastik Fehlanzeige

Bevor wir einen Blick ins Innere werfen, noch ein paar Worte zu den Materialien. Hier heißt es: Plastik Fehlanzeige, denn darauf wurde bei der Verarbeitung (fast vollständig) verzichtet. Nicht nur das komplette Grundgehäuse, auch die anderen äußeren Teile sind aus rostfreiem Edelstahl, von der Tassenreling über die magnetisch haftende Abtropfschale bis hin zum durchgehend geschlossenen Tassenwärmer, der optional auch gegen eine (ebenfalls edelstahlgefertigte) Abdeckung mit Wassertank-Klappe ausgetauscht werden kann. Zudem ist bei der Version RV auch die Glocke der Brühgruppe komplett aus Edelstahl; bei der Standard-Ausführung ist sie lediglich verchromt. Dass bei so viel Hochglanz jede Berührung in Form von Fingerabdrücken ihre Spuren hinterlässt, muss der designverliebte Kaffeetrinker in Kauf nehmen. Doch es ist ja nicht so, dass sich dieses Problem nicht mit einem feuchten Tuch und einem Tropfen Spülmittel leicht beheben ließe. Gehen wir nun, wie versprochen, ans Eingemachte.

Praktische Handhabung

Vier Schrauben unten, zwei oben (auch sie natürlich jeweils aus Edelstahl) halten das Grundgehäuse fest, es lässt sich leicht lösen, und man merkt: Auch hier kam es dem Hersteller auf eine praktische Handhabung an. Die Verkabelung im Inneren der Maschine wirkt aufgeräumt, der Aufbau organisiert. Das Expansionsventil, das dafür sorgt, dass der gewünschte Brühdruck nicht überschritten wird, ist an den Wassertank angeschlossen, so dass das überschüssige Wasser hierhin zurückgeleitet wird und nicht in die Auffangschale. Um korrekte Druckverhältnisse sicherzustellen, ist der Kessel mit einem Überdruck- und einem Vakuumventil ausgestattet, wobei sich hier die Besonderheit ergibt, dass der Kessel mit einer bleifreien Kupferlegierung ummantelt ist. Ein großes Plus, denn die dicke Isolierung fördert Temperaturstabilität und spart Strom beim Nachheizen. Die Brühgruppe (FAEMA E61) ist, wie auch sämtliche Kesselanschlüsse, aus der bleiarmen Messinglegierung OT57 gefertigt. Um die Lebensmittelechtheit zu gewährleisten, sind sämtliche in der Maschine verarbeiteten Metalle entsprechend behandelt.

Safety First

Safety First

Setzte die ursprüngliche Rubino-Version beim Wassertank noch auf die althergebrachte Silikonschlauch-Variante für die Wasserzufuhr, kommt das überarbeitete Modell mit einem Zapfsystem daher, das sämtliche Schläuche überflüssig macht. Entnahme und Reinigung sind unkompliziert, der Tank selbst fasst 2 Liter und ist mit speziellen Sicherheitsfeedbacks versehen: Sobald das Wasser verbraucht ist, blinkt eine Leuchte auf und die Maschine weist uns mit einem dezenten Signalton darauf hin, dass neues Wasser in den Tank eingefüllt werden muss. Neben dem Wassertank ist auch der Kessel mit einem elektronischen Wasserstandsensor ausgestattet. Sobald das Wasser zur Neige geht, hat man so eine doppelte Sicherung gegen eine Überhitzung der Maschine. So viel also zur Sicherheit, nun wollen wir einmal schauen, wie es um den Komfort beim Kaffeebrühen bestellt ist. Heizen wir das das gute Stück also einmal auf – und stellen fest: Das geht ganz schön schnell.

Schon nach 5:45 Minuten fängt der Kessel (sein Fassungsvermögen liegt bei 1,8 Litern) an, Druck aufzubauen; nur wenig später, nach 7:30 Minuten, ist bereits 1 Bar erreicht. Die Wartezeit bis zum frisch gebrühten Espresso bzw. zum leckeren Cappuccino nutzen wir, um den ersten Wasserbezug des Neugeräts zu untersuchen. Sieht alles sehr sauber aus, und auch der Teststreifen für die Schadstoffbelastung im Kesselwasser zeigt keine negativen Auffälligkeiten. Dann die erfreuliche Überraschung: Bereits nach 12 Minuten ist, bei einer Zimmertemperatur von 23 Grad, die Brühgruppe heiß, wir können mit dem Kaffeekochen loslegen. Bei der Vorbereitung hierzu macht uns, ganz nebenbei gesagt, der im Lieferumfang enthaltene Konvex-Edelstahltamper mit edlem Holzgriff viel Freude. Sieht schick aus, liegt gut in der Hand und beweist, dass die Mailänder in Sachen Haptik auch beim Zubehör an die Details gedacht haben. 

Kaffeegenuss im Handumdrehen

Kaffeegenuss im Handumdrehen Knapp 15 Minuten, nachdem wir die Maschine angeschmissen haben, halten wir einen frisch gebrühten Cappuccino in Händen. Da wir es hier mit zwei getrennten Wasserkreisläufen zu tun haben, konnten wir, anders als bei Ein-Kreis-Maschinen, gleichzeitig den Espresso extrahieren und die Milch aufschäumen. Die Dampfkraft ist bei aufgeheizter Maschine sehr gut und für einen Zweikreiser angemessen. Das Kaffee-Ergebnis überzeugt sowohl in geschmacklicher Hinsicht als auch in seiner Konsistenz – und das ohne allzu große Lärmbelästigung im Vorfeld der Zubereitung. Zu den weiteren Pluspunkten, die für die Quick Mill Rubino sprechen, gehört nämlich ihre vergleichsweise geringe Betriebslautstärke. Grund hierfür ist der spezielle Pulsor, der dafür sorgt, dass die durch die Vibrationspumpe im Inneren erzeugte Geräuschkulisse deutlich gesenkt wird. Der Effekt ist tatsächlich spürbar, auch wenn die Pumpe letztlich im gewöhnlichen Lautstärkebereich der Maschinen mit Vibrationspumpe arbeitet, vergleichbar etwa dem der Rocket AppartamentoDie Mara X von Lelit war hier noch etwas leiser.

Ein häufiger Kritikpunkt bei der Standardausführung der Quick Mill Rubino ist die schlechte Isolierung der Dampf- und der Heißwasserlanze, die zur Folge hat, dass man sich beim Milchschäumen oder beim Heißwasserabfüllen leicht die Finger verbrennen kann. Bei der von uns getesteten Ausführung Rubino RV besteht dieses Problem nicht: Hier sind beide Lanzen mit einer doppelten Isolierung versehen (Cool Touch), die ein starkes Erhitzen verhindern und so der Verletzungsgefahr vorbeugen. Ein gutes Feature für alle Hobby-Baristas, die bisweilen zur Unachtsamkeit neigen. Gesamtfazit: Die Quick Mill Rubino lässt sich uneingeschränkt empfehlen – gerade auch mit Blick auf das Preis-Leistungsverhältnis. Die schicke Optik und die schon auf den ersten Blick erkennbare hochwertige Verarbeitung aus Edelstahl sprechen für sich. Besonders überzeugt hat uns die kurze Aufheizzeit von rund 12 Minuten sowie die gute Kesselisolierung, die einen effizienten und energiesparenden Betrieb garantiert.

Pro

  • Handliche Größe und geringes Gewicht
  • Kurze Aufheizzeit von rund 12 Minuten
  • Gute Kesselisolierung
  • Doppelt isolierte Lanzen (bei der Rubino RV und Rubino RL)
  • Hochwertige Verarbeitung aus Edelstahl

Kontra

  • Vergleichsweise geringes Kesselvolumen
  • Einfach isolierte Lanzen (bei der Standardausführung)

Steckbrief

  • Maße (Breite/Tiefe/Tiefe in cm): 26,5/45/36,5
  • Gewicht: 20 kg
  • Leistungsaufnahme: 1.500 Watt
  • Spannung: 230V-50-60HZ / 120V-60HZ
  • Wassertank: 2 Liter
  • Preis: ab ca. 1.379 Euro (Standardausführung)

Lieferumfang

Steckbrief QuickMill Rubino

  • 1 Siebträger mit doppeltem 
  • Auslauf
  • 1 Siebträger mit einfachem Auslauf
  • 1 Sieb einfacher Espresso
  • 1 Sieb zweifacher Espresso
  • 1 Blindsieb
  • Reinigungsbürste
  • Konvex-Edelstahltamper mit Holzgriff
  • Bedienungsanleitung (USB-Stick)
  • Herstellungszertifikat
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BFC EXPERTA
DIE GUTE
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Als Alternative zur QuickMill Rubino empfehlen wir die BFC EXPERTA. Die BFC Experta ist eine kompakt gebaute Zweikreiser Siebträgermaschine mit Kupferkessel und Vibrationspumpe.