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Siebträgermaschine entkalken: So vermeidest du teure Schäden

Siebträgermaschine entkalken – Korrosion an der Glocke der Brühgruppe

Inhaltsverzeichnis

Du hast viel Geld in deine Espressomaschine investiert. Natürlich möchtest du, dass sie möglichst lange funktioniert und dir jeden Tag guten Espresso zubereitet. Doch irgendwann stellt sich fast jeder Besitzer die Frage: Muss ich meine Siebträgermaschine entkalken – und wie mache ich das richtig?

Im Internet findest du zahlreiche Anleitungen, die empfehlen, einfach Entkalker in den Wassertank zu geben und durch die Maschine laufen zu lassen. Was bei manchen Kaffeemaschinen funktioniert, kann bei einer hochwertigen Siebträgermaschine mit Kesselsystem allerdings erhebliche Schäden verursachen.

Unsere Empfehlung aus über 35 Jahren Erfahrung und der eigenen Espressomaschinen-Werkstatt: Entkalke eine klassische Siebträgermaschine mit Kesselsystem nicht einfach selbst. Ob und wie sie entkalkt werden darf, hängt von ihrer Konstruktion und den Herstellervorgaben ab.

Warum wir davor warnen, welche Schäden wir in unserer Werkstatt bereits gesehen haben und wie du deine Maschine langfristig vor Kalk schützt, erfährst du hier.

In unserem YouTube-Video erfährst du, wie unsere Werkstatt bei einer notwendigen Entkalkung vorgeht und weshalb eine sorgfältige Behandlung mehr umfasst als das Durchspülen mit Entkalker:

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Woran erkennst du, dass deine Siebträgermaschine verkalkt ist?

Nicht jede verkalkte Espressomaschine zeigt sofort Probleme. Kalkablagerungen können sich über längere Zeit im Inneren bilden, während du weiterhin ganz normal Espresso zubereitest.

Es gibt allerdings einige Warnzeichen, bei denen du genauer hinschauen solltest.

Fünf mögliche Anzeichen einer verkalkten Siebträgermaschine:

  • Der Wasserfluss wird schwächer. Aus der Brühgruppe kommt weniger Wasser als früher, obwohl du nichts an der Maschine verändert hast.
  • Die Dampfleistung lässt nach. Dein Cappuccino braucht plötzlich deutlich länger, weil weniger Dampf aus der Lanze kommt.
  • Die Maschine macht ungewöhnliche Geräusche. Die Pumpe klingt anders als gewohnt oder die Maschine verhält sich auffällig beim Aufheizen.
  • Die Temperatur stimmt nicht mehr. Dein Espresso wird ungewöhnlich kühl oder die Maschine erreicht ihre gewohnte Leistung nicht.
  • Du entdeckst Kalkablagerungen. Weiße, kreidige Rückstände am Wasserauslauf oder im Wassertank können ein Hinweis auf zu hartes Wasser sein.

Bedeutet eines dieser Anzeichen, dass du sofort entkalken musst?

Nein. Und genau hier solltest du vorsichtig sein.

Ein schwacher Wasserfluss kann beispielsweise auch durch ein verstopftes Duschsieb, ein Ventilproblem oder eine defekte Pumpe entstehen. Eine schlechte Dampfleistung muss nicht zwingend durch Kalk verursacht werden.

Deshalb solltest du nicht einfach Entkalker einfüllen, sobald deine Maschine anders funktioniert als gewohnt.

Lass zunächst klären, was die Ursache ist. Bei ungewöhnlichem Geschmack, verfärbtem Wasser, Undichtigkeiten oder erheblichen Funktionsstörungen solltest du die Maschine nicht weiter für Getränke verwenden, bis das Problem untersucht wurde.

Warum kann das Entkalken einer Espressomaschine gefährlich werden?

Kalk entsteht, wenn sich Mineralien aus dem Wasser beim Erhitzen in der Maschine ablagern. Mit der Zeit können solche Ablagerungen Leitungen verengen, Ventile beeinträchtigen und die Wärmeübertragung verschlechtern.

Entkalkungsmittel lösen diese Ablagerungen chemisch. Das klingt zunächst nach einer einfachen Lösung.

Das Problem ist nicht, dass Entkalker grundsätzlich unwirksam wären. Das Problem ist, wo und wie sie innerhalb einer Espressomaschine wirken.

Eine klassische Siebträgermaschine besteht aus zahlreichen Bauteilen und unterschiedlichen Materialien: Heizkessel, Brühgruppe, Leitungen, Ventile, Dichtungen und Pumpe. Nicht jedes Material reagiert gleich auf eine Säurebehandlung.

1. Entkalkungsmittel können Bauteile angreifen

In unserer Werkstatt sehen wir immer wieder Schäden an Metallteilen und Oberflächen, bei denen eine vorherige Entkalkung eine Rolle gespielt hat.

Besonders empfindlich können beispielsweise bestimmte Beschichtungen, Messinglegierungen oder Bauteile im Pumpensystem sein.

Fehler beim Entkalken von Espressomaschinen: Abgetragene Verchromung durch Entkalkung mit Säure
Durch Entkalkung mit Säure beschädigte Oberfläche einer ausgebauten Glocke in der Brühgruppe. Solche Werkstattfunde sind ein Grund, weshalb wir von unkontrollierten Säurebehandlungen abraten.

Wie stark ein Entkalkungsmittel ein Material angreift, hängt unter anderem von seiner Zusammensetzung, Konzentration, Temperatur und Einwirkdauer ab.

Auch ein Mittel, das als geeignet für Kaffeemaschinen verkauft wird, ist deshalb nicht automatisch für jede Siebträgermaschine geeignet.

2. Entkalker und gelöste Ablagerungen lassen sich nicht immer vollständig ausspülen

Bei bestimmten Kesselkonstruktionen verbleibt ein Teil des Wassers im Inneren. Frisches Wasser wird zugeführt, vermischt sich mit dem vorhandenen Wasser und verlässt die Maschine über festgelegte Leitungen.

Wird auf diesem Weg Entkalkungsmittel eingeleitet, kann es schwierig sein, sämtliche Rückstände wieder vollständig zu entfernen.

Besonders bei Wärmetauschern, größeren Kesseln und komplexen Leitungswegen ist das ein Problem. Gelöste Kalkpartikel können außerdem an engen Stellen hängen bleiben und Verstopfungen verursachen.

3. Auch die Pumpe kann beschädigt werden

Nicht nur Kessel und Leitungen kommen mit dem Entkalkungsmittel in Kontakt. Bei einer Durchlaufentkalkung gelangt die Lösung normalerweise auch durch die Pumpe.

Dabei lohnt sich die Unterscheidung zwischen zwei verbreiteten Pumpentypen.

Vibrationspumpen sind vergleichsweise einfach aufgebaut. Wir haben Maschinen repariert, deren Vibrationspumpen trotz wiederholter Entkalkungen über viele Jahre funktionierten. Das bedeutet allerdings nicht, dass solche Pumpen grundsätzlich unempfindlich gegenüber allen Entkalkungsmitteln sind.

Rotationspumpen besitzen einen anderen inneren Aufbau mit empfindlichen Pumpenelementen. Bestimmte Säuren oder gelöste Ablagerungen können diese Bauteile beeinträchtigen. In unserer Werkstatt haben wir Rotationspumpen gesehen, die schon nach einem Entkalkungsversuch beschädigt waren.

Eine Rotationspumpe ist ein hochwertiges Bauteil. Ihr Austausch kann eine Entkalkung erheblich teurer machen als ursprünglich gedacht.

Aus unserer Werkstatt: Was nach einer falschen Entkalkung passieren kann

Vielleicht denkst du jetzt: So schlimm wird es schon nicht sein. Schließlich wird überall empfohlen, Kaffeemaschinen regelmäßig zu entkalken.

Genau deshalb haben wir uns entschieden, das Thema auf unserem YouTube-Kanal ausführlich zu zeigen.

Ein Beispiel aus unserer Werkstatt ist eine Kundenmaschine, bei der bereits Entkalkungsversuche durchgeführt worden waren. Beim Öffnen und Begutachten zeigen sich deutliche Schäden an verschiedenen Bauteilen.

Besonders auffällig sind angegriffene Oberflächen und Korrosionsspuren.

Korrosionsschäden nach Entkalkung einer Siebträgermaschine
Korrosionsspuren an einer Siebträgermaschine aus unserer Werkstatt.

Außerdem haben wir Kunden geholfen, deren Espresso nach einer Entkalkung plötzlich metallisch schmeckte oder bei denen sich das austretende Wasser bläulich verfärbte.

Solche Veränderungen sind ernst zu nehmen. Sie können auf chemische Reaktionen oder auf Veränderungen an wasserführenden Bauteilen hinweisen. Welche Stoffe tatsächlich im Wasser enthalten sind, lässt sich allerdings nur durch eine entsprechende Untersuchung feststellen.

Unser Rat: Wenn das Wasser nach einer Entkalkung ungewöhnlich verfärbt ist oder der Kaffee plötzlich metallisch schmeckt, verwende die Maschine vorerst nicht weiter.

Das gilt auch dann, wenn du bereits mehrfach mit klarem Wasser gespült hast.

In unserem YouTube-Video zeigt Davide unterschiedliche Kessel, Leitungen und Brühgruppen und erklärt, weshalb wir bei klassischen Siebträgermaschinen von der eigenständigen Entkalkung abraten:

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Darf man überhaupt keine Espressomaschine selbst entkalken?

Doch. Es gibt Geräte, bei denen eine Entkalkung durch den Nutzer ausdrücklich vorgesehen ist.

Entscheidend ist die Konstruktion deiner Maschine.

MaschinentypUnsere Empfehlung
Klassische Einkreiser mit KesselKeine eigenständige Durchlaufentkalkung ohne konkrete Freigabe und abgestimmtes Verfahren für das Modell
Zweikreiser mit WärmetauscherEntkalkungsbedarf fachlich prüfen lassen; keine pauschale Entkalkung über den Wassertank
Dualboiler-SiebträgermaschinenWegen der getrennten Kessel und Wasserwege besonders sorgfältig nach Herstellervorgaben und fachlicher Beurteilung vorgehen
Thermoblock- oder Durchlauferhitzer-GeräteHäufig für ein vom Hersteller beschriebenes Entkalkungsprogramm ausgelegt; ausschließlich die passende Anleitung und geeignete Mittel verwenden
KaffeevollautomatenMeist mit vorgesehenen Entkalkungsprogrammen ausgestattet; die Angaben des Herstellers beachten

Es gibt auch Hersteller klassischer Siebträgermaschinen, die in ihren Anleitungen eine Entkalkung beschreiben oder bestimmte Intervalle empfehlen.

Das widerspricht unserer Werkstattempfehlung nicht automatisch: Eine technisch vorgesehene Entkalkung und eine beliebige Behandlung mit irgendeinem Entkalker sind zwei unterschiedliche Dinge.

Bei Cat Costanza vertreten wir für klassische Kesselmaschinen bewusst einen vorsichtigen Ansatz. Wir empfehlen, den Zustand der Maschine prüfen und eine notwendige Entkalkung fachgerecht durchführen zu lassen.

So wird eine Siebträgermaschine richtig entkalkt

Was passiert eigentlich, wenn du deine Maschine wegen Verkalkung zu einer Fachwerkstatt bringst?

Wir bevorzugen bei entsprechendem Bedarf eine kontrollierte Entkalkung der betroffenen Bauteile:

1: Zuerst wird die Maschine untersucht

Nicht jedes Leistungsproblem ist ein Kalkproblem. Deshalb muss zunächst geklärt werden, welche Komponenten betroffen sind und ob überhaupt eine Entkalkung notwendig ist.

2: Betroffene Bauteile werden bei Bedarf ausgebaut

Je nach Maschine und Befund werden Kessel oder andere Komponenten ausgebaut beziehungsweise das Gerät entsprechend zerlegt.

Das ermöglicht eine gezieltere Behandlung, als einfach Entkalkungsmittel durch das komplette System zu pumpen.

3: Ablagerungen werden kontrolliert entfernt

Die betroffenen Bauteile werden mit einem geeigneten Verfahren behandelt. Anschließend werden die verwendeten Mittel neutralisiert beziehungsweise vollständig entfernt und die Komponenten gründlich gespült.

4: Zum Schluss wird die Maschine geprüft

Nach dem Zusammenbau kontrollieren wir die Funktion der Maschine. Dazu gehört die Kontrolle des pH-Werts des austretenden Wassers.

Warum dieser Aufwand? Weil es nicht genügt, dass der Kalk verschwunden ist. Die Maschine muss anschließend wieder sicher und zuverlässig funktionieren.

Nicht jede Entkalkung erfordert exakt dieselben Arbeitsschritte. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer von der Maschine und ihrem Zustand ab.

Bereits selbst entkalkt? Das solltest du jetzt tun

Vielleicht hast du deine Maschine schon einmal mit einem Entkalkungsmittel behandelt. Möglicherweise stand es sogar so in der Bedienungsanleitung.

Das allein bedeutet noch nicht, dass deine Maschine beschädigt ist. Entscheidend sind:

  1. Das Modell
  2. Das verwendete Mittel
  3. Die Dosierung
  4. Das Verfahren
  5. Das anschließende Verhalten der Maschine

Wenn deine Maschine nach der Entkalkung ungewöhnlich reagiert, solltest du aber nicht einfach weitermachen wie bisher.

Bei verfärbtem Wasser, metallischem Geschmack, Undichtigkeiten oder ungewöhnlichen Pumpengeräuschen empfehlen wir, die Nutzung zu unterbrechen und das Gerät überprüfen zu lassen.

Versuche nicht, das Problem durch weitere Säurebehandlungen oder selbst gemischte Chemikalien zu lösen.

Für die Werkstatt sind vor allem drei Angaben hilfreich: Welches Maschinenmodell besitzt du, welchen Entkalker hast du verwendet und wie genau bist du dabei vorgegangen?

Die beste Entkalkung? Kalk möglichst gar nicht erst entstehen lassen

Jetzt unsere erste Empfehlung an alle unsere Kunden:

Verwende von Anfang an geeignetes Wasser.

Kalkablagerungen entstehen nicht plötzlich. Sie entwickeln sich über längere Zeit, wenn mit dem Wasser entsprechende Mineralien in die Maschine gelangen und sich durch die Erwärmung ablagern.

Je stärker dein Wasser zur Kalkbildung neigt und je mehr du die Maschine verwendest, desto wichtiger wird die Wasserqualität.

Welche Wasserhärte ist für Siebträgermaschinen geeignet?

Unsere Werkstatt empfiehlt als Orientierung Wasser mit etwa 2 bis 6 °dH (Grad deutscher Härte).

Das ist ein relativ weicher Bereich, der das Risiko starker Kalkablagerungen verringern kann.

Die Wasserhärte allein beschreibt allerdings nicht die gesamte Wasserqualität. Auch die Zusammensetzung der Mineralien und die Alkalinität spielen eine Rolle. Deshalb solltest du zusätzlich die Wasservorgaben des jeweiligen Maschinenherstellers berücksichtigen.

Und: Je weicher, desto besser stimmt nicht unbegrenzt. Reines destilliertes Wasser oder ungeeignet aufbereitetes Wasser kann ebenfalls Probleme verursachen, etwa durch zu geringe elektrische Leitfähigkeit oder ungünstige Wasserchemie.

Leitungswasser, Flaschenwasser oder Wasserfilter?

Welche Lösung die beste ist, hängt vor allem von deiner örtlichen Wasserqualität ab.

  • Leitungswasser: Wenn dein Wasser bereits die geeigneten Werte für deine Maschine hat, kann es eine gute Wahl sein. Bei sehr hartem Wasser, wie es beispielsweise in Teilen Münchens vorkommt, ist häufig eine Aufbereitung notwendig.
  • Geeignetes Flaschenwasser: Eine praktische Alternative, wenn du keine Filteranlage verwenden möchtest. Achte auf die konkreten Mineralwerte, statt nur auf die Bezeichnung „still“ oder „mineralarm“.
  • Wasserfilter: Können eine gute Lösung sein, sofern sie für deine Wasserqualität und deine Maschine geeignet sind. Entscheidend ist, dass sie die relevanten Wasserwerte tatsächlich ausreichend verändern.

Ein gewöhnlicher Aktivkohlefilter entfernt beispielsweise nicht automatisch die für Kalkbildung verantwortliche Wasserhärte. Dafür braucht es eine entsprechende Filtertechnik.

Warum du die Wasserhärte regelmäßig testen solltest

Gerade bei Wasserfiltern liegt hier ein häufiger Fehler.

Du setzt eine neue Filterpatrone ein, das Wasser ist zunächst weich und du gehst davon aus, dass die Maschine dauerhaft geschützt ist.

Doch Filter besitzen eine begrenzte Kapazität. Wie lange sie wirksam bleiben, hängt unter anderem von der Wasserhärte am Eingang und der verbrauchten Wassermenge ab.

Deshalb empfehlen wir, die Wasserhärte regelmäßig zu überprüfen – auch nach dem Einbau eines Filters.

Für die schnelle Kontrolle zu Hause sind geeignete Wasserhärte-Teststreifen praktisch. Achte auf den passenden Messbereich und befolge die Anleitung. Bei unklaren Ergebnissen oder für eine genauere Wasseranalyse können zusätzliche Messmethoden sinnvoll sein.

Und wie reinigst du deine Siebträgermaschine ohne Entkalken?

Entkalken und Reinigen sind nicht dasselbe.

Auch wenn du geeignetes Wasser verwendest und keine Entkalkung brauchst, muss deine Maschine regelmäßig gepflegt werden.

Dazu gehören:

  • Brühgruppe reinigen: Kaffeereste entfernen und die Gruppe entsprechend den Herstellervorgaben pflegen.
  • Rückspülen: Bei dafür geeigneten Maschinen die Brühgruppe mit Blindsieb und gegebenenfalls passendem Kaffeefettlöser reinigen.
  • Siebträger und Siebe säubern: Kaffeeöle und Rückstände regelmäßig entfernen.
  • Dampflanze reinigen: Nach dem Milchaufschäumen abwischen und entsprechend der Anleitung kurz ausblasen.
  • Wassertank pflegen: Regelmäßig reinigen und mit frischem, geeignetem Wasser befüllen.

Kaffeefettlöser entfernt Kaffeeöle. Entkalker entfernt mineralische Ablagerungen. Die beiden Mittel sind nicht austauschbar.

Häufige Fragen zur Entkalkung von Siebträgermaschinen

Wie oft sollte ich meine Siebträgermaschine entkalken?

Es gibt kein sinnvolles Entkalkungsintervall, das für alle Maschinen gilt.

Bei klassischen Kesselmaschinen empfehlen wir, zunächst mit geeignetem Wasser einer Verkalkung vorzubeugen und eine notwendige Entkalkung fachlich prüfen zu lassen. Herstellerangaben zum jeweiligen Modell müssen berücksichtigt werden.

Kann ich meine Espressomaschine mit Zitronensäure oder Essig entkalken?

Bei klassischen Siebträgermaschinen mit Kesselsystem raten wir ausdrücklich davon ab, solche Hausmittel eigenständig durch den Wasserkreislauf zu pumpen.

Auch natürliche oder haushaltsübliche Säuren können Materialien angreifen oder Rückstände hinterlassen. Für die Eignung ist nicht entscheidend, ob ein Mittel als Hausmittel gilt, sondern ob das gesamte Verfahren für die Maschine geeignet ist.

Kann ich meine Siebträgermaschine selbst entkalken, wenn der Hersteller es empfiehlt?

Wenn dein Hersteller eine Entkalkung durch den Nutzer ausdrücklich vorsieht, ist dessen konkrete Anleitung die maßgebliche Grundlage.

Bei Unsicherheit, einer älteren Maschine oder bereits erkennbaren Kalkproblemen empfehlen wir, vorher einen qualifizierten Techniker zu fragen – insbesondere bei Maschinen mit komplexem Kesselsystem.

Was passiert, wenn ich meine Espressomaschine nie entkalke?

Wenn du dauerhaft ungeeignetes, kalkhaltiges Wasser verwendest, können sich zunehmend Ablagerungen bilden. Das kann Leistung und Funktionsfähigkeit beeinträchtigen und später eine aufwendige Reparatur erforderlich machen.

Die Lösung besteht also nicht darin, Kalk einfach zu ignorieren. Die Lösung ist, der Kalkbildung durch geeignete Wasserqualität vorzubeugen und bei Bedarf fachgerecht zu handeln.

Fazit: Schütze deine Espressomaschine, statt sie unnötig zu gefährden

Eine hochwertige Siebträgermaschine ist eine Anschaffung, an der du viele Jahre Freude haben möchtest. Umso wichtiger ist es, bei der Pflege nicht einfach irgendeiner allgemeinen Anleitung zu folgen.

Unsere Erfahrung aus der Werkstatt zeigt: Eine unpassende Entkalkung kann mehr Probleme verursachen als lösen.

Wenn du eine klassische Siebträgermaschine mit Kesselsystem besitzt, solltest du deshalb nicht auf eigene Faust Entkalkungsmittel durch das Gerät pumpen.

Achte stattdessen von Anfang an auf die Wasserqualität, kontrolliere regelmäßig die Härte und reinige die dafür vorgesehenen Teile deiner Maschine.

Und wenn du vermutest, dass bereits Kalkablagerungen im Inneren vorhanden sind?

Lass die Maschine überprüfen, bevor aus einem vermeidbaren Problem eine teure Reparatur wird.

Deine Siebträgermaschine braucht eine Überprüfung?

In unserer eigenen Werkstatt in München kümmern wir uns um Wartung und Reparatur von Espressomaschinen. Wir kennen die Maschinen nicht nur aus dem Verkauf, sondern auch von innen – von der Brühgruppe über den Kessel bis zur Pumpe.

Wenn du Fragen zu einer möglichen Verkalkung hast oder deine Maschine nach einer Entkalkung nicht mehr richtig funktioniert, helfen wir dir bei der Einschätzung.

Davide Costanza CAT SERVICE GmbH
Thalkirchner Straße 57, 80337 München

Werkstatt anrufen: 089 72959888

Werkstatt kontaktieren oder Reparaturanliegen senden →

Bild von Davide Costanza

Davide Costanza

Mein Herz schlägt seit über 35 Jahren für die Welt des Espressos. In meinem Münchener Fachgeschäft und unserer zertifizierten Meisterwerkstatt für Siebträgermaschinen verbinde ich italienische Kaffeekultur mit echtem technischem Handwerk. Ich möchte, dass der beste Espresso, den du je getrunken hast, bei dir zu Hause aus der Maschine fließt.

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